Kanalsanierung

Die Behebung von Schäden an Stahlbetonkonstruktionen infolge Karbonatisierung des Betons gehören heute zum Stand der Technik, welche die Firma KSS Sandfort als eines der führenden Spezialbauunternehmen erfolgreich beherrscht.
In jüngster Zeit rücken Schäden an anderen Bauobjekten in den Vordergrund, die lange Zeit nur von den unmittelbar Beteiligten wahrgenommen wurden, der breiten Öffentlichkeit aber verborgen blieben.
Es sind Schäden im unterirdischen Kanalnetz, das der Entsorgung des Abwassers aus Siedlungs- und Industriegebieten dient.

 

Schadensumfang

Die Gesamtlange des öffentlichen Kanalnetzes in den alten Bundesländern betragt ca. 285 OOO km, in den neuen Bundesländern ca. 36 OOO km.

Aufgrund der Altersverteilung der Kanäle geht man davon aus, dass etwa 23 % bzw. 50% der Öffentlichen Kanäle beschädigt sind.

Die privaten Grundstücksentwässerungen sowie der größte Teil des öffentlichen Kanalnetzes bestehen fast ausschließlich aus nicht begehbaren Rohrquerschnitten. In diesen Kanalbereichen gewinnt die Schadensbehebung an Bedeutung, so dass wiederum jene Verfahren besonders interessant sind, bei denen auf offene Baugruben verzichtet werden kann.

Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • kürzeste Bauzeit
  • geringe Verkehrsbehinderung
  • keine Probleme mit anderen Ver- und Entsorgungsleitungen
  • keine Beeinträchtigung von erhaltenswertem Bewuchs oder Oberflächenbelag
  • Vermeidung von Grundwasserabsenkung

Das Verfahren zur Schadensbehebung in nicht begehbaren Kanalbereichen gründet auf drei wesentlichen Fundamenten:

  • spezifische und zum Teil hochtechnische Geräte und Maschinen
  • maßgeschneiderte Produkte, die eine gezielte Anwendung ermöglichen und den Belastungen im Kanal gewachsen sind
  • ein in der praktischen Anwendung erprobtes und gesichertes Know how

Die KSS Kanalsanierung bietet ein umfassendes Gesamtkonzept zur Behebung aller Schadensformen im Kanalnetz an.

Schadensarten

Die Schäden haben je nach Art und Umfang mehr oder weniger gravierende Auswirkungen auf den Bestand und Betrieb der Anlage sowie auf die Umwelt. Die Abwassertechnische Vereinigung
(ATV) definiert in ihrem Merkblatt M 143 folgende Arten von Schäden

  • Undichtigkeiten
  • Abflusshindernisse
  • Lageabweichungen
  • Mechanischer Verschleiß
  • Korrosion
  • Verformung
  • Risse
  • Rohrbruch
  • Einsturz

Einige Schäden, z. B. Abflusshindernisse reduzieren die hydraulische Leistungsfähigkeit, können zu Verstopfungen führen und erhöhen damit den Wartungsaufwand.
Aus undichten Kanälen gelangt im Bereich mit tieferliegendem Grundwasserspiegel schadstoffhaltiges Abwasser iri das Erdreich und gefährdet das Grundwasser. I\/Ian vermutet, dass jährlich 300 Mio. cbm Abwasser ins Grundwasser gelangen.
Bei höherem Grundwasserstand wird durch eintretendes Fremdwasser das Kanalnetz und die Kläranlage zusätzlich belastet und somit die Betriebskosten erhöht.

Schäden im unterirdischen Kanalnetz werden durch die regelmäßigen Inspektionen der Kanalrohrsysteme festgestellt. Damit umweltbelastende Schäden durch undichte Kanäle kostengünstig, effizient und dauerhaft behoben werden können, setzt die KSS im nichtbegehbaren Bereich der Kanalsysteme die mechanische und elektronische Spitzentechnologie der Robotertechnik ein.
Durch höchste Arbeitseffizienz und perfekte Anwendung der Injektionstechnologie wird mit lösemittelfreiem Epoxidharz die Dichtheit, Festigkeit und auch die Statik des Kanalrohres wiederhergestellt und garantiert. Die Sanierung erfolgt ausschließlich dort, wo es nötig ist.

 

Ausgerüstet mit diamantbestückten Werkzeugen und der Hochdruck-Injektionstechnologie eignet sich der ferngesteuerte Roboter speziell für die professionelle Sanierung von einzelnen Schäden.
Durch seinen beweglichen, um 420° drehbaren Arbeitskopf, der mit den verschiedensten Bauwerkzeugen ausgerüstet werden kann, erfüllt das System die unterschiedlichsten Aufgaben. Das Verpressen gegen Grundwassereintritt oder Abwasseraustritt ist bei normalem Wasserstand und ohne Betriebsunterbrechung möglich. Die umweltgerechte Verarbeitung und der rationelle Einsatz des Epoxidharzsystems werden durch das ökologisch wegweisende Misch- und Applikationskonzept garantiert.

Das KSS-Kanalroboter—System ist ein Verfahren zur Sanierung und zum Unterhalt von Rohrleitungen im Nennweitenbereich zwischen 150 und 800 mm. \/\/ie der Name andeutet, steht im Mittelpunkt des \/erfahrens ein Roboter. Dieser führt alle erforderlichen Arbeiten im Rohr an Ort und Stelle aus.

Jede Schadensbehebung erfolgt aufgrund der vorherigen Kanal-TV-ProtokoIIierung und Rohr-Reinigung.
Punktuell und abgestimmt auf den jeweiligen Schadensfall. im Wesentlichen müssen folgende Schaden behoben werden:

  • undichte Muffen
  • Längs- und Querrisse
  • ausgefressene Rohrsohlen
  • eingebrochene Rohre
  • Wurzel-Einwuchs
  • vorstehende Einläufe
  • zurückgebrochene Einläufe
  • Ablagerungen im Rohr

Ein modifizierter, auf die Verarbeitung mit dem Roboter eingestellter 2-Komponenten-Epoxidharz-Kleber, der auf die Anforderungen im Kanalsanierungs-Bereich ausgerichtet ist, ermöglicht eine zielsichere Sanierung.

Die wesentlichen Eigenschaften des Epoxidharz-Klebers sind:

  • lösungsmittelfrei, daher kein Schwinden, keine Risse
  • hohe Druck— und Biegezugfestigkeit
  • hoher Abrasions- und Erosionswiderstand
  • wasserdicht
  • störungsfreies Aushärten auch unter Wasser
  • gute Haftung auf nassem Grund
  • unbedenklich bei Kontakt mit Grundwasser
  • keine Beeinträchtigung von Belebtschlamm-Organismen und anaeroben Bakterien

Die guten Langzeiterfahrungen von Unterwasserinjektionen mit dem Basismaterial beeinflussen entscheidend die Arbeitstechnik im Kanal. Unter Druck bis zu 20 bar werden Risse, Hohlräume und Muffen verpresst. Damit sich der Injektionsdruck aufbauen kann, wird das Produkt durch einen Verpressungsfuß, mit dem der Roboter ausgerüstet wird, im Stillstand verfahren injiziert bis das Material seitlich austritt. Dann wird der Fuß umgesetzt, erneut verbresst und so Segment um Segment verfüllt. Bei wasserführendem Kanal wird stets oberhalb der Wasserlinie begonnen.

Vorteile der Methode:

  • Wasser in Muffen und Rissen wird vollständig verdrängt
  • durch sichere Verfüllung des Verpressungsraumes wird die Haftoberfläche vergrößert
  • dabei werden Riß- und Muffenflanken kraftschlüssig verbunden und somit die Rohrstatik wieder hergestellt
  • das segmentweise Verpressen verhindert eine Überbelastung des Rohres
  • Wasserinfiltration kann ohne zusätzliche Maßnahmen mit leicht verlängerter Standzeit des Verpressungsfußes direkt behoben werden
  • keine Vermischung des Produktes mit dem Abwasser, kein Auswaschen
  • Abwasser einzelner Hausanschlüsse kann vernachlässigt werden
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